Stiefmütterchen?

Wenn die ersten Sonnenstrahlen im Frühling zu sehen sind, finden wir in den diversen Einkaufstempeln Blumen, die in den noch trostlosen Garten gepflanzt werden wollen. Ganz vorn dabei die Stiefmütterchen. Sie gibt es in verschieden Farben und Größen und bald finden wir sie in Blumenrabatten und Balkonkästen, in Vorgärten und auf zentralen Plätzen.

Ich kann Stiefmütterchen nicht leiden und empfinde sie als völlig überschätze Blumen. Seht sie Euch doch mal an – viel zu klein, viel zu viel grün und viel zu wenig Blüte, seltsame Farben und einfach nur langweilig in einem Beet. Ich habe noch nie Stiefmütterchen irgendwo hin gepflanzt. Sie sind für einen Garten viel zu winzig. Wieviel muss ich denn da auf einen Haufen pflanzen, damit sie einen Hauch von Üppigkeit ausstrahlen? Selbst in einem Balkonkasten gehen sie etwas unter.
Ich muss nicht weiter ausholen – diese Blumen werden von mir ignoriert.

Am Wochenende hatten wir Besuch und was drückte der Besuch mir in die Hand?  Stiefmütterchen. Aber jetzt kommts. Nicht ein oder zwei oder drei Pflanzen – 16 Stück. Noch mal in Worten: sechzehn! Ich stand da mit den Pflanzen in der Hand, drehte mich hilflos im Kreis und habe dann das Pflanzen vertagt. Wenn ich am Freitag in den Garten komme, erwarten mich 16 Stiefmütterchen in gelb und weiß und wollen von mir ausgesetzt werden.

Da will mich doch jemand auf die Probe stellen!

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