Morgen – Versprochen!

7:50 Uhr – alles ist ruhig. Der Rechner steht bereit, ich habe den Kopf voller Gedanken und Ideen. Also ran an die Tastatur und los geschrieben. Gerade, als ich die Überschrift fertig habe, kommt ein Kollege, der eine Weile auswärts gearbeitet hat, ins Büro geschneit. Er nimmt sich Kaffee, erzählt von seinen Erlebnissen und will von mir den neuesten Klatsch erfahren.
Nach einer halben Stunde hatte ich ihn aus dem Büro raus geschoben.
Jetzt aber schnell weiter schreiben – zu spät. Der andere Kollege betritt das Büro. Er ist für eine Woche unterwegs und macht eine Übergabe, als gelte es, ihn die nächsten Monate zu vertreten. Er erzählt alles doppelt und ich versichere ihm, dass ich mich um alles kümmere und es gibt auch da, wo er hinfährt, Telefonmasten, so dass im Fall der Fälle eine Kommunikation möglich  ist.

Ich sehe auf die Uhr – wenn ich jetzt nicht langsam das Motto schreibe und online stelle, lohnt es sich doch gar nicht mehr.
Inzwischen kommen die ersten Paketboten auf den Hof gerollt und lassen bei mir alle Pakete, die unsere Hausnummer haben. Hier ein freundliches „Hallo“, dort „Eine gute Woche“.

Jetzt aber!

Gerade , als ich meine geistreichen Ergüsse nieder schreiben will, kommt ein Mieter lachend ins Büro, nimmt mich an die Hand und zieht mich mit nach draußen. Da hatte jemand vom Wohnhaus seine Bettdecken und Kissen auf unser Hoftor zum Auslüften drapiert. Also Handschuh angezogen und das Bettzeug abgenommen. Natürlich unter lautem Protest vom Nachbar. Ich solle mich nicht so haben, das stört doch keinen Menschen. Doch es stört – und zwar mich. Meine Kunden würden wahrscheinlich auch etwas irritiert sein, wenn hier die große Wäsche am Tor hängt.

Ein Blick auf die Uhr – es ist Mittag und ich habe noch kein Wort zu Papier gebracht. Dann also morgen wieder ein kerniges Motto mit Bild und Text und Musik. Versprochen!

 

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