Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform

Ich arbeite gern auf Zuruf und bekam heute dieses Motto zugesendet: „Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform, ausgenommen all diese anderen, die man von Zeit zu Zeit ausprobiert hat.“ (W.Churchill)

Fangen wir mal ganz von vorn an: Churchill ist sich bewusst, dass die Demokratie nicht das gelbe vom Ei ist, um das hier mal etwas überspitz zu formulieren. Er vergleicht es mit den anderen Staatsformen, die es zu seiner Zeit gegeben hat.
Spätestens nach dem Zusammenbruch der sozialistischen Staaten (obwohl ich an dieser Stelle ernsthaft in Frage stelle, ob diese Staaten sozialistisch waren, aber das ist ein anderes Thema und würde hier zu weit führen) verstehen die Menschen dieses Experiment als Mahnmal, welches so in der Form nicht wiederholt werden sollte.

Das Modell Demokratie wird als beste aller Staatsformen gepriesen. Und weil dem so ist, wird nichts Neues probiert.

Dabei ist die Demokratie – so wie sie jetzt ist – alles andere als optimal. Allein im letzten Jahr konnten wir sehen, wie sie nicht funktioniert. Da versuchen Politiker dieses Land zu lenken und vermitteln den Eindruck,  dass sie genau das Gegenteil von dem machen, was die Wissenschaft vorgeschlagen hat. Einige nutzen ihre Posten aus, um noch schnell einige Tausend Euro beiseite zu schaffen, bei Deals mit medizinischen Masken beispielsweise.
Das Volk – also wir alle – sehen kopfschüttelnd zu und fragen uns einmal mehr, wer die gewählt hat.
Also muss eine andere Staatsform her. Ideen gibt es genug. Z.B. die Idee der Neokratie. Diese Staatsform will wichtige Aufgaben den Parlamenten, Regierungen und Parteien entziehen und spezialisierten Institutionen übertragen. Sie wollen ebenfalls eine viel bessere und unmittelbare Beteiligung der Bürger an wichtigen Entscheidungen.  Die Neokratie geht davon aus, dass so Politik fachlich und moralisch kompetenter wird und der Missbrauch durch Machtkonzentration in den Ämtern nicht mehr statt finden kann. (ich weiß, dass dies eine sehr verkürzte Darstellung ist – an dieser Stelle kann es nur kurz umrissen werden)

Im September sind Bundestagswahlen und jede:r von uns hat die Möglichkeit, aktiv einzugreifen. Wir sollten genau lesen, was die einzelnen Parteien uns in ihrem Wahlprogramm versprechen und dann überlegen, was davon dann eigentlich wirklich umsetzbar ist und was einfach nur leere Versprechungen.
Politik muss sich was trauen, gerade in der heutigen Zeit die starren verkrusteten Bilder abstreifen und für alle gemacht sein,  nicht nur für weiße Männer, mit Frauen zu Hause, die ihnen den Rücken frei halten. So sieht es nun mal nicht mehr aus in unserer Gesellschaft.

Was ist mein Fazit? Auch wenn die Demokratie bisher das bessere Übel war, sollten wir uns endlich trauen, neue tolle Konzepte umzusetzen. Ideen und Menschen, die dazu in der Lage sind, gibt es.

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