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Neues aus dem Poesiealbum

„Was soll ich schreiben
ein Gedicht oder ein Vers.
Ach ich weiß, das ist
doch einfach
Vergiss mich nicht.“

Diesen wunderbaren Spruch schlug ich heute als erstes auf und wollte ihn Euch nicht vorenthalten.  Es gefällt mir, wenn Verse  so ganz unerwartet ausgehen. Aber was reimt sich auf „einfach“? Spontan fällt mir nur „zweifach“ oder „dreifach“ ein. Nicht sehr originell. Oder vielleicht sollte er gleich so gehen:

„Was soll ich schreiben
ein Gedicht oder ein Vers,
ach da geht mir auf ein Licht:
Vergiss mich nicht.“

Ok – auch nicht viel besser. Aber es reimt sich. Gerade so. Oder wie wäre es hiermit:

„Was soll ich schreiben
ein Gedicht oder ein Vers,
ich will Dir eins sagen
und dass ist kein Scherz,
wenn Du Kummer hast und Sorgen,
dann schau hinauf ins Licht,
da steht in den Wolken geschrieben:
vergiss mich nicht.“

Na, wenn das nicht poetisch ist und eigentlich schon fast eine Strophe von einem Schlager. Gut ich höre ja schon auf zu spinnen und überlasse Euch das Feld für weitere Vorschläge, wie aus diesen Zeilen ein schöner Reim werden kann.

Auch eine schwere Tür hat nur einen kleinen Schlüssel nötig. (Dickens)

Überall in den Straßen findet man solche Sprüche. Ich mag es, wenn man durch die Stadt geht und durch Botschaften ins Stocken gerät und für einen kurzen Augenblick aus dem Alltagsstrudel gerissen wird. Wer in Berlin lebt, kennt sicherlich die Schuhe, die an vielen Straßenkreuzungen hängen oder erinnert Ihr Euch noch an die Zahl „6“, die an vielen Stellen der Stadt zu finden war?

Heute hielt mich der Spruch mit der großen Tür und dem kleinen Schlüssel einen Moment gefangen. Man bekommt einen Zugang zu fast allen Menschen, wenn man nur den richtigen Schlüssel gefunden hat. Manchmal ist es nur ein freundliches Wort, manchmal bedarf es eines gemeinsamen Erlebnisses oder dass man zusammen arbeitet, lacht, musiziert …

Ich wünsche Euch, dass Ihr immer den passenden Schlüssel für die vor Euch stehenden Türen findet.