Ein Hoch auf die Haushaltsgeräte!


Das Quartal ist zu Ende und ich klappere meine Buchhaltungskunden ab. Gestern war ich bei meinem Lieblingskunden. Wenn ich hin komme, steht da schon alles für mich bereit: die Ordner, Bleistifte und Locher, Kisten mit Belegen, Klebstoff, Tacker. Was man eben so benötigt in Zeiten der papierlosen Büros.

Beim Sortieren stieß ich auf eine Rechnung, die meine Aufmerksamkeit verlangte. Gekauft wurde ein Staubsauger und der Betrag war recht hoch. Ich ging davon aus, dass es ein ganz spezieller Industriesauger sei mit 100 Zusatzfunktionen und Spezialanbauteilen. Als ich (wissbegierig wie ich nun mal bin) den Kunden fragte, was er denn da für ein Spezialgerät gekauft habe, kam er mit strahlenden Augen auf mich zu, holte besagten Staubsauger aus der Ecke und begann, ihn mir vorzuführen. Er zeigte die Düsen und ich musste mir die Saugleistung ansehen. Er war beglückt über die lustigen Anbau- und Zusatzteile. Die ganze Zeit redete er und pries diesen Sauger in den höchsten Tönen und freute sich wie ein kleiner Junge, der seinem Freund die neue Eisenbahn präsentiert.

Zum Schluss stellte er ihn in die Ecke und meinte zu mir, dass ich mir den auch unbedingt anschaffen müsse – er sei aus dem Haushalt kaum noch weg zu denken.
Ich sah mir noch mal kurz die Summe auf der Rechnung an und überprüfte meine Begeisterung für Hausarbeit und alle Geräte, die damit einhergehen und beschloss, dass ich auf keinen Fall solch ein Gerät benötige.

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