Das Leben ist ein ständiges Labyrinth

Der folgende Text ist von meinem Teenager. Er hatte ihn bei einem Schreibwettbewerb eingereicht und mir erlaubt, ihn hier zu veröffentlichen. 

Das Leben ist ein ständiges – nicht enden wollendes – Labyrinth, aus dem man nur entkommt, indem man stirbt. Es ist voller Sackgassen und Kreuzungen, an denen man sich entscheiden muss, wie man weitermachen möchte.

Man weiß, dass es endet – dass nichts für immer ist- doch dann stellt sich mir die Frage: Warum? Warum machen wir das mit? Warum gehen wir in die Schule, arbeiten, verlieben uns, suchen nach dem Sinn des Lebens?  Bringt uns das überhaupt etwas?  Und viel wichtiger: Macht uns das glücklich?

Den Sinn des Lebens sucht jeder. Manche mehr, manche weniger. Doch was ist der Sinn des Lebens? Kann man ihn überhaupt finden?

Manche sagen, die Liebe ist es. Doch wie oft hat die Liebe Leute schon unglücklich gemacht oder sie in den Freitod getrieben? – Kann das dann wirklich das sein, wofür jeder lebt?

Andere sagen, dass Erfolg der Sinn ist, den wir alle suchen. Das ist ihr großes Ziel im Leben. Doch weshalb? Um mit 30 Jahren die Diagnose Burnout oder Depressionen zu erhalten? – Nein! Auch das kann es nicht sein.

Jedes kleine Kind lernt aufzustehen und weiter zu machen, wenn es hinfällt. Schon in diesen jungen Jahren werden sie auf die harte Realität des Lebens vorbereitet. Es schützt sie vor späteren Enttäuschungen. Es ist wie in einem Labyrinth! Man kommt manchmal in Sackgassen und weiß den Weg heraus nicht mehr, weshalb man den falschen Weg geht, doch das ist nicht der Fehler. – Der Fehler ist es zurück zu blicken, denn wenn man immer zurück blickt, läuft man gegen eine Wand. Man sollte nicht immer in alten Erinnerungen schwelgen, denn sonst kann man sich keine Neuen erschaffen.

Meiner Meinung nach ist der Sinn einfach zu leben. Das macht glücklich und man hat gar keine Zeit zurück zusehen.
Eigentlich mag man dieses Labyrinth, in dem man jeden Tag steckt, bis zum Tod.

 „Dein ganzes Leben steckst du in einem Labyrinth fest und denkst daran, wie du ihm eines Tages entfliehst, und wie geil dann alles wird und diese Vorstellung hält dich am Laufen, aber am Ende tust du es nie. Du hast die Zukunft einfach benutzt um aus der Gegenwart zu fliehen.“ – („Eine wie Alaska“ von John Green)h

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