Wer nicht neugierig ist, erfährt nichts. (Goethe)

Wenn Ihr das Wort Neugier hört – ist es für Euch negativ oder positiv besetzt?

Ich finde, dass Neugier etwas ist, was einen voran bringt. Stellt Euch vor, unsere Vorfahren wären nicht neugierig gewesen auf die sie umgebende Umwelt, auf das, was hinter dem Felsvorsprung ist – dann säßen wir vielleicht noch mit dem Lendenschurz bekleidet am Feuer.  Neugierig sein heißt für mich, dass man wissen will, was hinter etwas steckt, warum etwas geschieht oder funktioniert, wie es funktioniert.
Im privaten Rahmen kann Neugier aber auch etwas sehr Unangenehmes sein. Beispielsweise ist man vielleicht gerade frisch verliebt oder auf dem Wege dahin und die Freunde und Bekannten löchern einen mit Fragen und wollen alles ganz genau wissen. Aber man selber weiß ja noch gar nicht, wo etwas hin geht, ob es überhaupt irgendwo hin geht. Und dann will man sowas auch ungern teilen – gerade am Anfang, wenn alles noch so unausgegoren ist und frisch. Und eigentlich geht es niemanden etwas an und Fragen und (manchmal schon) vielsagende Blicke sind viel zu viel…

Neugier kann also das eine und auch das andere sein – es kommt auf den Standpunkt der Betrachtenden an. Oder trifft im letzten Beispiel der Begriff „Neugier“ gar nicht zu, sondern eher „Schnüffelei“ oder gar „Taktlosigkeit“?

Habt ein schönes Wochenende und wie heißt es so schön? Immer schön neugierig bleiben!

 

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