Neue Hörgewohnheiten zulassen!

Mein erster Ausflug in die zeitgenössische Musik war verstörend. Während des gesamten Konzerts hatte ich das Gefühl, die Musiker stimmen ihre Instrumente. In der Pause verließ ich fluchtartig das Theater – mein Gehör war überfordert.

Ein paar Jahre später startete ich einen neuen Versuch. Ein Musiker stand auf der Bühne und hämmerte mit allen möglichen Gegenständen auf sein Schlagzeug ein. Alle Menschen um mich rum schauten ganz interessiert und wissend. Ich bekam einen Lachanfall und wurde des Saales verwiesen. Aber ehrlich Leute – das  was da aufgeführt wurde, konnte ich nicht ernst nehmen und ich kann mir vorstellen, dass auch der Musiker vorn seinen Spaß daran hatte.
Und jetzt spiele ich selbst ein zeitgenössisches Stück. Ich gebe zu, am Anfang sehr skeptisch gewesen zu sein und muss nun – so kurz vor unserer Uraufführung – feststellen, dass es Spaß macht. Es ist was ganz anderes, als einen Swing Titel zu spielen oder Bach. Allein die Probenarbeit war es wert, sich auf dieses Stück ein zu lassen. Die Dialoge waren Comedy pur: „Spielt Ihr die selbe Stimme? Dann wäre es schön, wenn Ihr dieselben Töne spielt.“ Oder „Wir sind ungefähr im selben Takt. Das ist schön.“, auch gut „Bis Takt 10 war ich dabei – dann habe ich mich verlaufen.“ .

In 4 Wochen ist die Uraufführung – es wird ein ganz besonderes Klangerlebnis!

(9. Mai 2015, 19 Uhr 30 spielt das Frauenblasorchester Berlin ein Konzert mit der Uraufführung von Susanne Stelzenbachs „Luftspiel“ u.v.m.
Rundfunk Berlin-Brandenburg – Großer Sendesaal
Masurenallee 8- 14, 14057 Berlin
www.fbob.de)
 

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