Mit leerem Kopf nickt es sich leichter (Zarko Petan)

Es das nicht ein toller Satz?  „Mit leerem Kopf nickt es sich leichter“ – absolut genial.

So manchmal habe ich mir gedacht, dass ich es im Leben leichter hätte , wenn ich einfach meinen Kopf ausschalte und nicke und widerspruchslos das mache, was von mir erwartet wird: als Frau, als Mutter, als Arbeitnehmerin, als Tochter, als Schwester, als Freundin, als Bürgerin….

Leider ist mir dies nicht vergönnt. Ich denke mit.
Bei einem Bewerbungsgespräch wurde mir mal gesagt, dass meine Qualifikationen genau das sind, was er als Arbeitgeber haben möchte, aber ich denke mit und das bringt seine Firma durcheinander. Er würde Mitarbeiter*innen benötigen, die abarbeiten und nicht welche, die denken.

Wenn ich nicht denke, sondern alles abnicke und über mich ergehen lasse, habe ich es leicht. Bestimmt kennt ihr die Taktik, „Ja“ zu sagen, wenn eine kommt und etwas möchte:  Wenn wir „Ja“ sagen , haben wir kurze Zeit unsere Ruhe. Wenn wir dagegen „nein“ sagen, geht die Diskussion los.

Das funktioniert leider nur mit leerem Kopf. Den habe ich nicht. Es regt sich zu schnell der Widerspruch. Besonders, wenn ich höre: du musst. Innerlich mache ich mich dann steif.
Mit zunehmender Lebenserfahrung gelingt es mir öfter. Dann atme ich ein und aus, setze ein Lächeln auf und nicke. Keine Diskussionen, keine langen Debatten…

Ich wünsche einen wunderbaren Tag und vielleicht gelingt es Euch, hier und da den Kopf abzuschalten und zu nicken.

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