Wie viel Kritik ist erlaubt?

Habt Ihr schon mal darüber nachgedacht, wie viel Kritik im näheren und entfernteren Freundeskreis erlaubt ist? Gibt es da eine Grenze, die wir nicht überschreiten dürfen? Gibt es eine verbindliche Regel dafür?

Kritik üben – egal auf welcher Seite der Kritik ich stehe – ist schwer. Wie finde ich die richtigen Worte, um auf mein Anliegen aufmerksam zu machen? Wie viel Emotionen sind angebracht oder sollte ich es ganz nüchtern vorbringen. Und als Empfangene: welche Reaktion ist die, die richtig ist oder was erwartet mein Gegenüber von mir?

Dass Worte verletzen können, haben wir alle schon als Kinder gelernt. Wenn die Eltern einen anschauen und mit ruhigen traurigen Worten einem sagen, dass sie ganz furchtbar enttäuscht von einem sind,  dann geht das tiefer, als jedes laute Anschreien.

Ein Mitglied unserer Küchenpsychologiegruppe sagte neulich zu mir, dass das miteinander Reden das A und O einer jeglichen Beziehung ist. Miteinander reden, sich auseinander setzten, sich vielleicht auch mal Dinge sagen, die weniger bequem sind, die nicht gefallen können, die aber gesagt werden müssen, weil wir sonst platzen und an anderer Stelle etwas groß wird, was es eigentlich gar nicht ist.

Vielleicht sollten wir uns ab und zu auf so etwas wie eine Streitkultur verständigen. Immer mal wieder uns klar machen, dass Kritik üben zu einer Gemeinschaft einfach dazu gehört, damit sie funktioniert.

 

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