Auf den Spuren des nächtlichen ICHs

Neulich konnte ich lange nicht einschlafen. Nachdem ich mich ewig im Bett hin und her gewälzt hatte, entschloss ich mich, den Fernseher anzuschalten. Ich blieb bei einer Serie hängen, in der es um Familie und Zusammenleben ging. Die Nacht fand ich die total lustig und auch die Witze waren hammermäßig. Morgens fragte ich den Teenager, ob er die Serie kenne und erzählte ausgiebig deren Inhalt und gab auch ein paar Witze aus einzelnen Folgen zum Besten. Während des Erzählens – besonders der Witze – merkte ich selber, dass sie total flach sind und alles andere als lustig.

Wie kommt es, dass Dinge Nachts anders gesehen werden als am Tag? Manchmal habe ich in schlaflosen Nächten Ideen, die – bei Tageslicht betrachtet – absolut absurd sind. Oder Texte, die ich in den Rechner tippe – nach Schlaf und einem Kaffee sind die nicht mal annähernd so lustig, wie ich sie zum Zeitpunkt des Schreibens empfunden habe.

Schaltet der Verstand aus und nur der Körper ist wach? Ist mein nächtliches ICH einfacher gestrickt als das Tages-ICH?
Ich sollte das mal beobachten.

2 Gedanken zu „Auf den Spuren des nächtlichen ICHs

  1. Alter Ego.
    Wir sind in unterschiedlichen Situationen wohl unterschiedliche Charaktere. Und nehmen dementsprechend auch unterschiedlich wahr. Glaub‘ ich jedenfalls.
    Finde ich aber sehr spannend.
    Was wären wir wohl, wären wir nicht wirklich widersprüchlich 🙂

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