Die höchste Form der Hoffnung ist die überwundene Verzweiflung. (A.Camus)

Die Trauer hat mich wieder mal fest im Griff. Sie kommt einfach so, unerwartet, ungebeten, ohne Vorankündigung. Mal ist es ein Bild, mal eine vertraute Melodie, manchmal reicht schon ein Windzug.
Die Freitage sind besonders – an einem Freitag ist der Freund gestorben.
Dann denke ich an unser letztes Gespräch, daran wie er mich anschaute, bevor er für immer die Augen geschlossen hat. Unser letzter Urlaub, der noch gar nicht lange her ist, an unsere Diskussionen über den Tod und was danach kommt.

Was ich dann nicht ertragen kann sind die Sprüche: „Die Zeit heilt alle Wunden“ oder „Er hätte nicht gewollt, dass Du so traurig bist“ oder die Hitliste führt an: „Du bist doch eine starke Frau.“

Draußen scheint die Sonne – dieser Wetterwechsel der letzten Tage spiegelt mein Innenleben: starke Regenfälle wie aus dem Nichts und dann wieder strahlender Sonnenschein. Ein stetes auf und ab und die Hoffnung, dass es nach einem auf nicht mehr ganz so tief hinab geht.

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